Das Tumorzentrum Land Brandenburg e.V.

Das Tumorzentrum Land Brandenburg e.V. wurde am 01.03.2000 gegründet und ist der Zusammen-schluss aller Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte des Landes Brandenburg. Es ging aus der am 23.10.1992 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Brandenburgischer Tumorzentren, Onkologischer Schwerpunkte Arbeitskreise (ABTOSA) hervor. Die Gründungsmitglieder des Tumorzentrums Land Brandenburg e.V. sind:
  • die Brandenburgische Krebsgesellschaft e.V.
  • die Landesärztekammer Brandenburg
  • das Brandenburgische Tumorzentrum / Onkologischer Schwerpunkt
    Cottbus e.V.
  • der Onkologische Schwerpunkt Frankfurt/Oder e.V.
  • der Onkologische Schwerpunkt Brandenburg/Nordwest e.V., Neuruppin
  • das Ost-Brandenburgische Tumorzentrum Bad Saarow e.V.
  • der Nordbrandenburgische Onkologische Schwerpunkt Schwedt e.V.
  • das Tumorzentrum Potsdam e.V.

Das Tumorzentrum Land Brandenburg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und stellt sich der Aufgabe, die medizinische Versorgung von Krebskranken im Land Brandenburg fortlaufend zu optimieren.

   Satzung des TZBB

Wesentliche Vereinsziele sind:

  • Propagierung und Durchsetzung einer wissenschaftlich fundierten, modernen Tumordiagnostik und -therapie,
  • Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und des Informations- und Erfahrungsaustausches der an der onkologischen Versorgung beteiligten Ärzte und Naturwissenschaftler,
  • Kooperation bei der Dokumentation der Tumorkrankheiten und ihrer Verläufe, der flächendeckende Aufbau eines klinischen Tumorregisters im Land Brandenburg und einer registergesteuerte, kompetenten Nachsorge- und Weiterbehandlung der Tumorpatienten,
  • Organisation von gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen für onkologisch tätige Ärzte sowie anderen in der Krebsbekämpfung tätigen Personen.

Die Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte wurden in der Zeit von 1991 bis 1995, teilweise mit Fördermitteln des Bundes und des Landes Brandenburg, aufgebaut und leisten seit dem eine engagierte Arbeit für die Erfüllung dieser Vereinsziele.

Seit 1994 ist den fünf Onkologischen Schwerpunkten des Landes jeweils eine Nachsorgeleitstelle angegliedert, die ein regionales klinisches Krebsregister führen und mit diesen Daten die Behandlung, Nachsorge und Langzeitbetreuung der Tumorpatienten im Land Brandenburg unterstützt. Die Aufgaben und die Finanzierung dieser deutschlandweit vorbildliche Nachsorgebetreuung Brandenburgs sind in der Vereinbarung zur Regelung der onkologischen Nachsorge im Land Brandenburg (Onkologie-Vereinbarung) zwischen den Krankenkassenverbänden, der Landeskrankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und der Landesregierung nach § 115 SGB V geregelt.

Einmalig für die Bundesrepublik Deutschland ist auch, dass unser Brandenburgisches klinisches Krebs-register flächendeckend und nahezu vollzählig Daten zur Diagnose, Therapie und Nachsorge von Tumor-erkrankungen erfasst. Das ist nur durch die Unterstützung der Kostenträger und die sehr engagierte Mitarbeit der behandelnden Ärzte, Prüfärzte und Dokumentationsassistentinnen möglich.

Das Tumorzentrum Land Brandenburg ist Mitglied der
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) des Kooperationsverbundes Qualitätssicherung durch Klinische Krebsregister (KoQK) und arbeitet eng mit dem Gemeinsamen Krebsregister (GKR) zusammen. .

Alle Koordinatoren der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte Brandenburgs arbeiten eng im Rahmen einer Arbeitsgruppe zusammen. Gemeinsam mit kompetenten Fachvertretern werden die erfassten Daten jährlich ausgewertet und im Sachbericht Onkologie dargestellt.

Im Jahr 2000 wurde auf Initiative des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg, ebenfalls wegweisend für Deutschland, die „Qualitätskonferenz Onkologie“ des Landes Brandenburg ins Leben gerufen. Sie hat das Ziel, dem zuständigen Minister und andere Entscheidungsträger durch ein datengestütztes Qualitätsmanagement hinsichtlich der onkologischen Versorgung im Land Brandenburg zu beraten. Höhepunkte dieser Qualitätskonferenzen sind die Vorlage des jährlich erarbeiteten
Sachberichtes Onkologie, der die aktuelle onkologische Versorgung im Land Brandenburg permanent widerspiegelt und die Berichte spezieller, landesweit besetzter onkologischer Arbeitsgruppen, die die Versorgungslage spezieller onkologischer Erkrankungen in Brandenburg anhand der Krebsregisterdaten und der internationalen Literatur noch differenzierter analysieren und gegebenenfalls Empfehlungen für Verbesserungen der Patientenversorgung aussprechen. Die Ergebnisse dieser Auswertungen stehen auch allen anderen an der Patientenversorgung beteiligten Einrichtungen und Ärzten zur Verfügung. In Einzelfällen werten Mitglieder der Projektgruppen die erzielten Behandlungsergebnisse mit den Ärzten in den Versorgungseinrichtungen vor Ort persönlich aus. Besonders erfolgreich arbeiten die Arbeitsgruppen „Kolorektale Karzinome“ und „Mammakarzinom“. Für ihre herausragende Arbeit wurde 2005 die „Brandenburger Initiative gegen den Darmkrebs“, die maßgeblich von Mitgliedern der Projektgruppe „Kolorektale Karzinome“ getragen wird, von der Burda-Stiftung geehrt.

Neben zahlreichen regional organisierten Kongressen und Weiterbildungsveranstaltungen, organisiert das Tumorzentrum Land Brandenburg im Abstand von zwei Jahren Fortbildungskongresse zu aktuellen Themen der Onkologie.